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Doppelbildnisse: Ausstellung und Probenbesuch

Die Veranstaltung Doppelbildnisse widmete sich Alma Mahler-Werfel

Doppelbildnisse – Frau in Blau

Den Auftakt zu dem besonderen Festival Doppelbildnisse zwischen dem Aalto-Musiktheater, der Alten Synagoge, den Essener Philharmonikern, der Folkwang Universität der Künste, des Museums Folkwang und der Philharmonie Essen bildete der Besuch der Ausstellung Frau in Blau am 8. Mai im Folkwang Museum. 

Zum ersten Mal seit über 30 Jahren wurden in einer Ausstellung Kokoschkas von Alma Mahler inspirierte Werke vereint gezeigt. Der Förderverein des Museums hatte die Mitglieder des Freundeskreises Theater und Philharmonie Essen e.V. eingeladen. Sie erfreuten sich einer informativen, unterhaltsamen und exzellenten Führung durch den Museumsdirektor Prof. Peter Gorschlüter und der Kuratorin Anna Brohm.

Rund 70 interessierte Kunstliebhaberinnen waren zusammengekommen und wurden durch die zwei Ausstellungsräume und damit auch durch die zwei künstlerischen Schaffensphasen Oskar Kokoschkas, - vor und nach dem 1. Weltkrieg - geführt.

Beeindruckend waren dabei nicht nur die expressionistischen Kunstwerke, Lithografien und kunstvoll bemalten Fächer als Liebeserklärung an Alma Mahler, die aus Museen in Hamburg, Wien und dem Bestand des Folkwang Museums kamen, sondern vor allem die Geschichten und historischen Zusammenhänge einer großen Leidenschaft und Liebe Oskar Kokoschkas zu Alma Mahler, die er trotz Bemühungen nicht zu einer lebenslangen Ehe überzeugen konnte.

Alma Mahler-Werfel gilt im Umkreis der Wiener Moderne als eine der faszinierendsten und zugleich umstrittensten Persönlichkeiten des frühen 20. Jahrhundert, nicht zuletzt durch ihre Ehen und Affären mit Gustav Mahler, Oskar Kokoschka, Walter Gropius und Franz Werfel. Ihre Person und ihr künstlerisches Schaffen bilden die Grundlage für dieses Festival, das gleich mehrere Kulturinstitutionen zusammenbringt und ihr Schaffen im Schatten der berühmten Ehemänner neu beleuchtet.